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Wer sich für Bergbau interessiert,
der kommt um die Anlage in Gersdorf nicht herum. Bewundernswert, wie die
23 Vereinsmitglieder auch in diesem Jahr wieder keine Mühe scheuen, um dem
Berg seine Geheimnisse zu entlocken. Da werden beispielsweise die Techniken
von 1799 mit den späteren verglichen, stolz präsentiert der ehemalige Hauer
Sven Nestler die Wassersäulenmaschine. "Die einzige, die noch am originalen
Standort steht", freut er sich - und erklärt das riesige Eisenungetüm, das
für die Wasserversorgung unverzichtbar ist, in allen Einzelheiten.
Bei der ersten Führung in diesem Jahr kommt die Rede natürlich auch auf
das Hochwasser im August. "Das Wasser in den Stollen war recht schnell wieder
weg. Die Feuerwehr hat uns dann den Schlamm rausgepumpt", beschreibt Nestler.
Der Verein glaubte danach, die Probleme gelöst zu haben. Doch: "Das hölzerne
Tragewerk ist durch die Fäulnis-Baktieren an manchen Stellen ziemlich angegriffen,
müsste eigentlich ausgetauscht werden". Aber der Termin für die Meldung
des Hochwasserschadens ist längst verstrichen. "Wir hoffen, dass es nicht
noch schlimmer wird", bangt Volkmar Lange. "Denn dann müssten wir das Tragewerk
wechseln, hätten während dieser Zeit keine Besucher - und deshalb auch kein
Geld." Ein Teufelskreislauf, an den die Vereinsmitglieder lieber nicht denken
wollen. Bis Ende Oktober freuen sich die Hobby-Bergleute nun übrigens auf
regen Besuch. "500 Gäste kamen im vergangenen Jahr", erinnert sich Lange.
"Doch da wir lange Zeit wegen der Flut nichts machen konnten, hoffen wir
natürlich in diesem Jahr auf noch mehr Gäste." Den Interessenten wird dabei
ein spannendes Programm geboten.
Mehr dazu finden Sie im Veranstaltungskalender. |
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